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Glockenfest am Michel.

Posted on 22 September 2015 by Peter Sylent

Am Sonntag, den 27. September 2015, feiert der Michel die Weihe zweier Glocken, deren Vorgänger vor fast 100 Jahren aus dem Turm entfernt wurden, um ihr Material für Kriegszwecke zu nutzen.

Hamburg, Wahrzeichen der Michel, Sankt Michealiskirche .

Mit dem Glockenfest möchte der Michel Danke sagen, an die vielen Helfer und Spender von „So klingt Hamburg“ und danke an die Glockenpartner Budni und Haspa, ohne deren Hilfe diese große Idee nicht gelungen wäre. Mehr als 1.600 Privatpersonen und Unternehmen haben die Aktion unterstützt.

Hamburg, Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg. St. Michaelis ist eine der schoensten Barockkirchen Norddeutschlands.

In der Kirche

… werden in der Evangelischen Messe um 10 Uhr die beiden Glocken sowie ein neues Röhrenglockenspiel geweiht. Der Chor St. Michaelis bringt unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Schoener die Fest- und Gedenksprüche von Johannes Brahms zur Aufführung. Am Nachmittag wird um 14.30 Uhr eine ökumenische Andacht für Versöhnung und Frieden gefeiert mit einer Uraufführung der Vertonung des Coventrygebets von Kirchenmusikdirektor Manuel Gera. Daran schließt sich um 15 Uhr das Friedenskonzert mit Ausschnitten aus Händels Messiah an. Im Abendgottesdienst um 18 Uhr werden beide Kirchenmusikdirektoren Glockenspiel-Kompositionen spielen.

Segelschulschiff Gorch Fock zu Besuch in Hamburg.

Der Turm

… wird zum Erlebnisraum. In der Glockenwerkstatt können Kinder und Erwachsene Hand anlegen und mehr über die Entstehung einer Glocke erfahren. Im Multivisionsraum laufen Glockenfilme und auf drei Turmböden erzählen Kirchenführerinnen Glocken-, Michel- und Turmgeschichten.

Der Kirchplatz

… ist von 11.30 bis 18 Uhr Zentrum des Festes. Die Besucher erwartet ein vielfältiges kulinarisches Angebot, unter anderem eine traditionelle Heringsbraterei und leckere „Glocktails“. Kinder können sich auf Spiel- und Spaßangebote freuen. Um 13 Uhr werden drei neue Michel-Tafeln verlegt und zusammen mit der Hamburger Sparkasse die So klingt Hamburg-Danke-Tafeln präsentiert. Die Jugendkantorei der Singschule singt um 16.30 Uhr festliche Lieder.

Im Gemeindehaus

… wird von 11.45 bis 18 Uhr das große Michel-Wimmelbild präsentiert. Im Bachsaal singen Kinder der Jugendsingschule um 12.30 Uhr ein kleines Konzert. Um 13.15 Uhr berichtet Glockengießer Fritz Georg Rincker anschaulich vom Glockenguss. Anschließend werden im Michel-Lichtspielhaus Filme vom Guss der Glocken und der Spendenaktion So klingt Hamburg gezeigt. An einem Stand werden die Michel-Weihnachtsglocken verkauft und auf Wunsch mit einer persönlichen Gravur versehen.

hier gibt es den Flyer

© Fotos : SylentPress PressAgency / AerialPics.de / Peter Sylent / J.Schering.

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Echt kultiges Restaurant, der Old Commercial Room, am Michel.

Posted on 03 Juni 2015 by Peter Sylent

Mitten im Herzen Hamburgs, die grosse Michaeliskirche liegt gegenueber und nur ein paar Schritte vom Hafen entfernt, steht das Traditions-Restaurant Old Commercial Room, echt kultig und einer der aeltesten Adressen erlesener hanseatischer Gastronomie.

1795 von einem englischen Reeder im Pub-Style mit viel Mahagoniholz und Messing gegruendet, ist der Alte Handels Raum heute wie frueher Anziehungspunkt des internationalen Business.

Mit seinen 200 Sitzplaetzen hat das Restaurant ausser Heiligabend an allen Tagen im Jahr geoeffnet.

Begonnen hat alles mit Rauch´s Original Hamburger Labskaus, hanseatischer Kultgenuss, einmalig und einzigartig. Weltweit.

Panorama_01  click hier     Panorama_02 click hier

zur WebSite  click hier

© Fotos: SylentPress / Peter Sylent / Alle Rechte vorbehalten.

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Hafennews.de stellt Ihnen den Michel-Tuermer vor.

Posted on 15 April 2013 by Peter Sylent

Von Peter Sylent   

Hansestadt Hamburg.  „All Morgen ist ganz frisch und neu  (des Herren Gnad und große Treu; sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag“.) (Choral, den der Turm-Blaeser derzeit blaest.)

Der Michel-Tuermer Horst Huhn (57), auch Turmtueter, ist ein Trompeter, der seit 1992 nunmehr 20 Jahre in der alten Hamburger Tradition des Amtes der Turmblaeser vom Turm der Hauptkirche St. Michaelis taeglich morgens und abends Choraele in alle vier Himmelsrichtungen spielt.

Urspruenglich fing er mit Trompete spielen im Gymnasium des Kaiser-Friedrich-Ufer an. Dort spielte er schon Solo-Trompete in der BigBand. Er erinnert sich noch, als er mit 5 Jahren eine Fanfare zum Geburtstag bekam, weckte es in ihm die musikalische Richtung, unbedingt Trompete spielen zu wollen, denn es sollte unbedingt ein Solo-Instrument sein.

„Es ist ein unglaubliches Gefuehl“ sagt er, frei und selbst entscheidend die jeweiligen Stuecke morgens selbst auszusuchen und zu spielen.

Seit 2005 hat er noch einen 2ten Job, denn er blaest taeglich um 9 Uhr vom Turm des Stoertebeker-Haus in Hamm in Richtung Michel.

Danach faehrt er zum Michel, wo er morgens um 10  und abends um 21 Uhr mit seiner Bach Trompete seine Choraele in alle vier Himmelsrichtungen blaest.

Seit die Menschen Tuerme bauen, wird auf ihnen geblasen. Die Tuermer sollten die Stadt ueberblicken, Feuer melden, vor Angreifern und anderen Gefahren warnen. Das Blasen des Chorals, wie es auf St. Michaelis gemacht wird, ist eine Erfindung der Protestanten: Auf diese Weise sollte die Predigt über die Daecher der Haeuser hinweg direkt zu den Menschen gelangen.

 

Die Tradition – lebendig bis heute

Heute begibt sich der Michel-Tuermer jeweils werktags um 10 Uhr und um 21 Uhr und sonntags einzig um 12 Uhr auf den 7. Boden des Turms, den sogenannten Tuermerboden, der 279 Stufen hoch liegt. Mit dem Fahrstuhl, fuer den eigens einen Schluesel hat, ist er in 19 Sekunden dem Herrgott naeher.

Waehrend der neue Michel-Fahrstuhl eingebaut wurde, musste er die ca. 300 Stufen taeglich zu Fuss gehen, naja: “Das haelt fit“ und lacht!

Er spielt jeweils eine Strophe aus einem geoeffneten Fenster, beginnend bei dem Ostfenster und dann weiter im Uhrzeigersinn: „zum Lobe Gottes, den Menschen zur Freude!“ so eine Tafel am Turmaufgang. Es wird taeglich ein anderer Choral gespielt, hauptsaechlich evangelische Kirchenlieder aus dem 16. und 17. Jahrhundert, abgestimmt mit dem Kirchenjahr.

Wenn der Wind guenstig steht, laedt dieser Gruss vom Michel in der geschaeftigen City zu einem Moment des Innehaltens und der Besinnung ein und auch die Anwohnerschaft rund um die St. Michaelis-Kirche erfreut sich am Fortbestand dieser jahrhundertealten Hamburger Tradition.

Dieser Brauch wurde waehrend der Reformation in Hamburg eingefuehrt und wird im Michel seit mehr als 300 Jahren praktiziert. Bis zur Aufhebung der Torsperre zum 1. Januar 1861 war der Trompeten-Choral das Zeichen für die Oeffnung beziehungsweise Schliessung der Stadttore. Und wenn er mal verhindert ist, springt sein 24 jaehriger Sohn ein, denn Musik liegt der Familie im Blut.

Video: [youtube GYqCNcUFQwQ]

© Fotos und Text: www.sylent-press.de / Peter Sylent / J.Schering. Alle Rechte vorbehalten.

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