Archive | Juni 23rd, 2020

Kreuzfahrtschiff „Europa 2“ erfolgreich für die Nutzung von Landstrom zertifiziert .

Posted on 23 Juni 2020 by Peter Sylent

Nach einer umfangreichen Testphase ist die „Europa 2“ vom Dienstleister DNV GL erfolgreich für die regelhafte Nutzung von Landstrom zertifiziert worden.

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Das Kreuzfahrtschiff der Reederei Hapag-Lloyd Cruises wird künftig als weiteres Schiff bei Anläufen in Hamburg die von der Hamburg Port Authority (HPA) betriebene Landstromanlage am Cruise Center Altona nutzen und emissionsfreien Bordstrom beziehen. Die Nutzung von Landstrom im Hamburger Hafen wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Dazu werden alle drei Cruise Center und die großen Containerterminals mit Landstromanschlüssen ausgerüstet.

In den vergangenen Wochen wurde die „Europa 2“, die aufgrund der aktuellen Lage derzeit im Hamburger Hafen liegt, dauerhaft mit Landstrom versorgt. Insgesamt erfolgte die Übertragung von Ökostrom an 30 Tagen. Dies entspricht der bislang längsten kontinuierlichen Versorgung an der Landstromanlage Altona. Der Strom wurde von HAMBURG ENERGIE bereitgestellt.

Wichtiger Schritt zu mehr Luftreinhaltung

„Ich bin sehr froh, dass wir in Hamburg mit dem Regelbetrieb der Landstromanlage in Altona einen wichtigen Schritt zu mehr Luftreinhaltung im Hafen gehen. Am meisten freut es mich, dass wir hier eine nach internationalen technischen Standards und für alle gängigen Bordsysteme und Schiffsgrößen ausgelegte Lösung haben, die dem Dauerbetrieb standhält“, sagt Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft und Innovation. „Es wäre wünschenswert, wenn weitere Häfen in Europa und weltweit diesem Weg folgen würden. Darüber hinaus ist es natürlich ein Gewinn für die Anwohner, aber auch für Besatzung und Passagiere.“

Dauerversorgung liefert wichtige Impulse für weiteren Landstromausbau

„In den vergangenen Wochen haben wir mit der Langzeitversorgung der „Europa 2“ wichtige Erfahrungen für den Dauerbetrieb der Landstromanlage gesammelt. Dafür möchten wir insbesondere Hapag-Lloyd Cruises für den enge Zusammenarbeit danken. Die in Hamburg entwickelte Technik hat damit ihren Stresstest mit Bravour bestanden“, sagt Jens Meier, CEO der HPA. „Das gewonnene Wissen fließt jetzt in den weiteren Ausbau der Landstromtechnik ein. Der Hamburger Hafen wird damit seine Pionierrolle weiter ausbauen.“

Mit Öko-Landstrom zu mehr Klimaschutz

„Ebenso wie wir in den letzten Jahren den Ausbau erneuerbarer Energien in Hamburg vorangetrieben haben, setzen wir unser Know-how für den Ausbau von Landstromanlagen im Hafen ein, insbesondere in der kurzfristigen Energiebeschaffung für schwer zu prognostizierende Schiffsankünfte“, erklärt Thomas-Tim Saevecke, Bereichsleiter Produktion bei HAMBURG ENERGIE. „Denn nur ,grüner‘ Strom macht dieses Konzept zu einer runden Sache für mehr Klimaschutz in unserer Stadt – das ist unsere Überzeugung.“

Umfangreicher Ausbau der Landstromkapazitäten im Hamburger Hafen

Die HPA plant aktuell die Realisierung von weiteren Landstromanlagen an zwei Kreuzfahrt- und drei Container-Terminals im Hamburger Hafen bis 2025. Darüber hinaus wird zur Erreichung der Klimaziele der Stadt, die Ertüchtigung weiterer Liegeplätze für Seeschiffe und eine Ausweitung der Versorgung der Binnenschifffahrt mit Ökostrom erfolgen.

Archiv-Foto. Hamburg, Landstrom Altona, am Cruise Terminal Altona .

Landstromanlage in Altona setzt Standard

Die Landstromanlage in Altona wurde 2016 fertiggestellt und befindet sich seit 2017 im Regelbetrieb. Die Anlage ist in ihrer Form einmalig. Sie bietet eine Stromversorgung mit zwei Frequenzen an – 60 Hertz und 50 Hertz. Im internationalen Seeverkehr sind rund 75 Prozent aller Schiffe mit 60-Hz-Netzen ausgestattet, jedoch betreibt nur ein kleiner Teil der Länder die Stromnetze mit dieser Frequenz. Hier setzt die Landstromanlage einen Standard, weil sie beide Frequenzbereiche anbietet.

© Text:HPA / Foto: SylentPressImages.

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„Die Politik muss international die Flagge der Humanität für Seeleute zeigen“.

Posted on 23 Juni 2020 by Peter Sylent

Appell der Bischöfin und „Stimme der Seeleute“, Kirsten Fehrs, im Seemannsclub DUCKDALBEN

Bischöfin Kirsten Fehrs

„Die Politik muss international die Flagge der Humanität für Seeleute zeigen“

Die Vorbereitungen zum  internationalen „Tag des Seefahrers“ am 25. Juni nutzte Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, zu einem Appell an die Bundesregierung. Bei einem Besuch im Seemannsclub Duckdalben sagte sie: „Die Bundesregierung muss eine internationale humanitäre Lösung für Seeleute auf den Weg bringen, die seit Monaten ihre Schiffe nicht verlassen dürfen.“  Jetzt sei die Politik gefordert, für die Menschen an Bord der Schiffe zu sorgen. Die Bundesregierung solle ihre außenpolitischen Kontakte nutzen, die restriktiven Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen so weit zu lockern, dass sichere Landgänge und Wechsel der Crews möglich werden. Dafür müssten Seeleute in ihre Heimatländer einreisen dürfen und genügend Flüge zur Verfügung stehen, so die Bischöfin.

Während an Land immer mehr Restriktionen gelockert werden, verharren weltweit etwa 200.000 Seeleute auf ihren Schiffen. Die Coronapandemie  bedeutet für viele von ihnen psychologische Not und soziale Härte: Sie dürfen ihr Schiff nicht verlassen, wenn Häfen keinen Landgang erlauben. Der Besuch eines Seemannsclubs, in dem sie einkaufen oder kurzen privaten Abstand zur Arbeit gewinnen können, ist eingeschränkt.  Der sonst regulär vorgenommene Austausch der Mannschaften findet selten statt. Manche sind inzwischen mehr als zwölf Monate an Bord.

Es sei wichtig, so die Bischöfin für die Hafenstädte Hamburg und Lübeck, dass die Politik den Einsatz der Seeleute für die Gesellschaft und für die Weltwirtschaft würdige. Fehrs nimmt sich seit dem vergangenen Jahr besonders der Sache der Seefahrer an, indem sie für die Deutsche Seemannsmission als „Stimme der Seeleute“ spricht. So sagte sie im Duckdalben im Hamburger Hafen: „Es reicht nicht, wenn wir erkennen, dass auch Seeleute systemrelevant sind, weil sie für volle Regale und funktionierende Produktionen sorgen. Es reicht nicht zu applaudieren. Wir müssen auch praktisch helfen.“ Es gehe nicht nur um individuelle Hilfe, sondern auch um die Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz „Schiff“.

©SylentPressImages

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Hamburg, Night of Light.

Posted on 23 Juni 2020 by Peter Sylent

Hamburg, Night of Light. Ein flammender Appell und Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft.

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© SylentPressImage / All rights reserved.

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