Archive | November 15th, 2021

Rathaus der Speicherstadt erleuchtet.

Posted on 15 November 2021 by Peter Sylent

Das sogenannte Rathaus der Hamburger Speicherstadt, Bei St. Annen 1, leuchtet in den Abendstunden. Damit wird das beeindruckende Backsteinensemble Speicherstadt – seit 2015 UNESCO-Welterbe – um einen weiteren Lichtkunst-Baustein bereichert.

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Die Initiative, die Gebäude und Brücken allabendlich in sanftes Licht zu tauchen, ging vor 20 Jahren von der inzwischen international bekannten Projekt Licht-Kunst-Speicherstadt aus. Der Lichtkünstler Michael Batz sowie privatwirtschaftliche Förderer und die Mitglieder des Licht-Kunst-Speicherstadt-Vereins verfolgen nun das Ziel, das Gesamtkunstwerk bis zum Jahr 2025 zu vollenden. Um dafür weitere Unterstützer zu gewinnen, wurde eine Spendenplattform geschaffen, die die Speicherstadt in Verbindung mit einem virtuellen Modell in Kürze auch online und per App erlebbar macht. Besucher bekommen so die Möglichkeit, sich an dem Projekt zu beteiligen und selbst durch kleinste Spenden, zielgenau für bestimmte einzelne Leuchten, dauerhaft Teil dieses leuchtenden Anziehungspunktes zu werden.

Die historische Speicherstadt ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hamburgs und ein Anziehungspunkt für Einheimische wie für Touristen – seit nunmehr 20 Jahren besonders auch in den Abendstunden. Denn vor 20 Jahren wurde damit begonnen, die roten Backsteinfassaden der Speicher- und Kontorhäuser und die zahlreichen Brücken in den Abendstunden sanft zu illuminieren. Indirektes Licht unterstreicht seither den Charakter des Gebäudeensembles und setzt die neugotischen Fassaden mit einem Spiel aus Licht und Schatten wirkungsvoll in Szene. Führungen zur blauen Stunde durch die Straßen und Innenhöfe der Speicherstadt und Dämmertörns mit Barkassen über die Fleete sind entsprechend nachgefragt, auch in der dunklen Jahreszeit, wenn die Illumination besonders gut zur Geltung kommt.

Investitionen von mehr als 1 Mio. Euro

Zu verdanken ist dies bisher vor allem dem Licht-Kunst-Speicherstadt e. V., der 2001 von Unternehmen und Privatpersonen in einer gemeinsamen Initiative mit der Freien und Hansestadt Hamburg gegründet wurde. Die derzeit rund 50 Mitglieder sowie Sponsoren und Partner schaffen den organisatorischen Rahmen dafür, dass die Speicherstadt abends nicht mehr im Dunkeln steht. In den vergangenen Jahren hat der Verein mehr als 1 Mio. Euro investiert, die allein aus Spenden und Sponsorengeldern finanziert wurden.

Etwa 1.200 Leuchten sind mittlerweile an Speicherblöcken und Brücken zwischen Oberhafen und Baumwall installiert. Sie verwandeln bisher gut die Hälfte des historischen Areals von der Dämmerung bis kurz nach Mitternacht in ein leuchtendes Kunstwerk. Konzipiert wurde dieses Kunstwerk von dem Hamburger Lichtkünstler Michael Batz. „Die Speicherstadt ist in jeder Hinsicht beispielhaft. Ihre künstlerische Illumination bedeutet in Hamburg den Durchbruch für zeitgemäße Lichtgestaltung im öffentlichen Raum. Das Rathaus, die Kunsthalle, das Schauspielhaus, viele weitere Projekte folgen unmittelbar dieser Lichtsprache. Eine Hamburger Erfolgsgeschichte, die auch nach 20 Jahren immer noch weitergeht“, so Batz.

© HHLA

Speicherstadt leuchtet klimaneutral

Der gemeinnützige Verein „Licht-Kunst-Speicherstadt e. V.“ hat bei der Umsetzung des Lichtkunstprojekts von Beginn an auf einen sparsamen Umgang mit Ressourcen gesetzt. „Angefangen haben wir mit besonders stromsparenden Leuchten. Zehn Jahre später haben wir die Illumination auf noch energieeffizientere und wartungsarme, langlebige LED-Leuchten umgerüstet. Seit 2019 wird das Kunstwerk ausschließlich mit grünem Strom betrieben“, sagt Dr. Roland Lappin, einer der ehrenamtlichen Vorstände des Vereins. Damit werde das Lichtkunstprojekt heute vollständig klimaneutral betrieben, so Lappin, der als Vorstand bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) auch für die aufwändige laufende Instandhaltung der im Wasser gebauten Speicherkomplexe verantwortlich ist. Auch wegen der behutsamen und nachhaltigen Entwicklung der Gebäude durch die HHLA hat sich die Speicherstadt vom einst weltgrößten Lagerhauskomplex inzwischen zum lebendigen innerstädtischen Anziehungspunkt entwickelt.

Beleuchtung weiterer Gebäude in Vorbereitung

Mit dem Ziel, bis zum 10-jährigen Jubiläum der Verleihung des UNESCO-Welterbe-Status im Jahr 2025 das Kunstwerk zu vollenden, wird jetzt um weitere Unterstützung geworben: Auf der Website des Vereins (www.licht-kunst-speicherstadt.de) wurde eine Spendenplattform eingerichtet, die es nun jedem und jeder ermöglicht, sich an dem Kunstwerk zu beteiligen. Zurzeit ist ein virtuelles Modell der Speicherstadt in Arbeit, das es ermöglichen soll, das Großkunstwerk bald auch online oder mittels einer App zu erleben und sogar für bestimmte einzelne Leuchten eine Patenschaft zu übernehmen.

© Text:HHLA / Foto:SylentPressImages / All rights reserved.

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HPA vergibt erste Aufträge für Landstromanlage für Containerschiffe am Hamburger Burchardkai und Tollerort.

Posted on 15 November 2021 by Peter Sylent

Die Hamburg Port Authority (HPA) hat die Siemens AG mit dem Bau der ersten Landstromanlagen für Containerschiffe im Hamburger Hafen beauftragt. Diese sollen ab 2023 in einer ersten Testphase Containerschiffe während ihrer Liegezeit an den Terminals Burchardkai und Tollerort mit Ökostrom versorgen.

Burchardkai / ImageNo.900_01_08_0137
Tollerort / ImageNo.900_01_08_08_2023

Auf den Terminals entstehen jeweils ein Entnahmepunkt aus dem öffentlichen Netz, eine Umformerstation sowie die jeweiligen Schiffsanschlusssysteme an der Kaimauer. Die Landstromanlagen werden nach der geltenden Norm IEC/IEEE 80005-1 (2019) errichtet und leisten bis zu 7,5 Megavoltampere (MVA) je Containerschiffsanschluss.

Der Auftrag an Siemens beinhaltet die Ausführungsplanung sowie Lieferung, Montage, Verkabelung und Inbetriebnahme aller für den Betrieb der Landstromanlagen notwendigen Anlagen- und Bauteile, den notwendigen Tiefbau und die Gesamtinbetriebnahme des Systems.

Das Projekt wird über die im November 2020 in Kraft gesetzte Verwaltungsvereinbarung zur Errichtung von Landstromanlagen gefördert, mit welcher der Bund den Ländern bis 2023 Finanzhilfen für die Errichtung von Landstromanlagen in See- und Binnenhäfen zur Verfügung stellt.

„Mit dem Ausbau der Landstromversorgung für die Containerschifffahrt gehen wir einen wichtigen Schritt bei der Dekarbonisierung des Hamburger Hafens und tragen weiter dazu bei, die Luftqualität in der Stadt nachhaltig zu verbessern“, sagt Jens Meier, CEO der HPA. Um die festgelegten Ziele, vor allem in Bezug auf Stickoxide (NOx) einhalten zu können, kommt der Nutzung von Landstrom durch Seeschiffe während ihrer Liegezeit im Hamburger Hafen eine große Bedeutung zu.

© Text:HPA / Foto:SylentPressAerialpics / HanseaticHelicopter Service / All rights reserved.

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