• Do. Mai 26th, 2022

HafenNews Hamburg

Aktuelles aus dem Hamburger Hafen und mehr…

15-jähriges Jubiläum.

Seit 15 Jahren zeigt die Ballinstadt das Leben und die Wünsche der Menschen, die auf dem Weg in eine neue Heimat waren. In der BallinStadt Hamburg gehen Sie auf eine spannende Reise und erleben Ein- und Auswanderungsgeschichte über vier Epochen hinweg. In insgesamt drei Häusern auf 2.500 qm begleiten Sie in unserem Museum in Hamburg Menschen mit all ihren Wünschen und Träumen, die sie auf ihren Weg in eine neue Heimat mitnahmen.

Zwischen 1850 und 1934 wanderten mehr als 5 Millionen Menschen über Hamburg aus. Hinter der Zahl stehen unzählige individuelle Lebenswege und ein gemeinsamer Wunsch: die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Im Auswanderermuseum BallinStadt Hamburg bekommt Auswanderung ein Gesicht. An historischem Standort stellt die Ausstellung die Geschichten der Menschen in den Mittelpunkt, für die Hamburg ein Symbol für den Aufbruch in ein neues Leben war.

Die Auswandererhallen – „Das größte Gasthaus der Welt“
1901 von HAPAG-Generaldirektor Albert Ballin konzipiert und 1907 erweitert galten die Auswandererhallen auf der Veddel als das „größte Gasthaus der Welt“. Das Gelände umfasste insgesamt 30 Gebäude. Neben Speise- und Schlafsälen befand sich hier auch eine Kirche, eine Synagoge, ein Musikpavillon und eine Krankenstation. Bis zu 5000 Menschen konnten hier gleichzeitig untergebracht werden.
Bei Ankunft auf der Veddel hatte bereits ein Großteil der Auswanderer eine beschwerliche Anreise über viele Tage hinter sich. In der Regel verweilten die Menschen zwischen drei und fünf Tagen in den Auswandererhallen. Im Anschluss führte ihre Reise über die Passagierhallen am 5 km entfernten Großen Grasbrook (heute Kreuzfahrtterminal) zur Einschiffung auf die Zubringerschiffe nach Cuxhaven und von dort aus in eine neue Heimat.

Albert Ballin – Reeder, Diplomat und Namenspatron
Er war ein berühmter Reeder, eine der bedeutendsten jüdischen Persönlichkeiten in der Zeit des deutschen Kaiserreichs und ist Namenspatron des Auswanderermuseums BallinStadt. Als begnadeter Geschäftsmann und Diplomat hochgeachtet, gleichzeitig als „Kaiserjude“ verspottet, blieb er mit seiner ungewöhnlichen und vielschichtigen Persönlichkeit immer auch ein Außenseiter. Als Generaldirektor der HAPAG war er für den Bau der Auswandererhallen verantwortlich. Sein Leben hat nicht nur bedeutende Spuren in Hamburg hinterlassen, sondern auch das Geschehen in ganz Deutschland und Europa geprägt. Diesem Schaffen fühlt sich das Auswanderermuseum BallinStadt verpflichtet.
Als jüngstes von 13 Geschwistern wurde Albert Ballin 1857 in Hamburg geboren und wuchs in einer jüdisch-dänischen Immigranten-Familie auf. Sein Vater Samuel „Joseph“ Ballin gründete 1852 die Auswandereragentur Morris & Co. in Hamburg.

Die Ausstellung. Drei Häuser – Eine Reise
Das Auswanderermuseum BallinStadt beleuchtet einen Teil der Geschichte, der Hamburg bis heute als Weltstadt geprägt hat. In der interaktiven, multimedialen Ausstellung erleben Besucher_innen nicht nur Geschichte neu, sondern werden auch mit ganz aktuellen Fragen konfrontiert: Was würde Sie heute bewegen Ihren Heimatort zu verlassen und in der Fremde Ihr Glück zu versuchen?

weitere Infos auf www.ballinstadt.de