Bundesarbeitsminister besucht den HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA).

Posted on 17 Juli 2018 by Peter Sylent

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sucht am CTA Antworten auf die Frage, wie sich die Arbeitswelt unter dem Einfluss der Digitalisierung verändert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sommerzeit ist Reisezeit. Auch viele Politiker sind in diesen Wochen unterwegs, nicht, um sich zu erholen, sondern um die Wirklichkeit im Land zu erkunden. Zu den Politikern, die das Berliner Raumschiff verlassen haben, gehört auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Der Sozialdemokrat sucht bei seiner Tour quer durch die Republik nach Antworten auf die Frage nach der Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter. In den letzten vier Jahren sei in seinem Ministerium dazu vor allem Grundlagenforschung betrieben worden, sagt Heil. „Jetzt tasten wir uns in vielen Bereichen voran und suchen gute Beispiele.“ Die Suche führte den Minister am Montag, 16. Juli 2018, unter anderem zum HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA).

Begleitet von Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard und einem Dutzend Journalisten informierte sich der Gast vor Ort darüber, wie es unter den Bedingungen einer fortschreitenden Automatisierung gelingt, Arbeitsplätze zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. HHLA-Vorstandsmitglied Heinz Brandt und CTA-Geschäftsführer Oliver Dux führen die Gäste zunächst über die Anlage, auf der viele Prozesse zwar schon von Computern gesteuert werden, der Mensch aber nach wie vor eine entscheidende Rolle spielt. Dux verweist beispielhaft auf die Fernsteuerer, die die Container per Fernbedienung auf die Lkw setzen bzw. abheben. Aus Gründen der Sicherheit werde diese Tätigkeit manuell ausgeführt, erläutert Dux im Bus, während dieser langsam an den automatischen Blocklagern vorbeifährt.

Im Leitstand bekommt der SPD-Politiker schließlich einen Eindruck davon, wie sich die Arbeitswelt im Hafen verändert. Wo einst körperlich schwere Tätigkeiten den Menschen viel abverlangten, ist heute Kopfarbeit am Bildschirm gefragt. „Wie viele Leute arbeiten in einer Schicht?“, will Heil wissen. Etwa 10 bis 12. „Und das rund um die Uhr?“ Ja, an sieben Tagen und mit Ausnahme von fünf Feiertagen das ganze Jahr.

Die menschliche Arbeitskraft hat ungeachtet eines hohen Automatisierungsgrades weiterhin eine bestimmende Berechtigung am CTA. Doch hat sie das auch in der Zukunft? Diese Frage stellt der Minister zu Beginn eines Gesprächs mit CTA-Mitarbeitern, an dem auch Betriebsrat Thomas Mendrzik teilnimmt. „Wir haben eine gute Perspektive“, sagt Chiara Radtke, die seit elf Monaten bei der HHLA zur Facharbeiterin für Hafenlogistik ausgebildet wird und somit noch einen langen Berufsweg vor sich hat. Brückenfahrer Holger Lauermann denkt hingegen schon mal an die Rente. Sein Fazit im Rückblick auf das Berufsleben fällt so aus: „Die Lebenserfahrung lehrt, dass sich immer etwas verändert hat.“ Er verweist auf die damit einhergehenden Fortschritte bei der Produktivität sowie bei der Arbeitssicherheit.

Dass sich unter dem Einfluss der Digitalisierung die Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt deutlich verstärken, darauf macht Mendrzik aufmerksam. „Automatisieren und Rationalisieren hat es immer gegeben“, sagt er. „Digitalisieren macht die ganze Sache aber noch mal einen Zacken schärfer. Es werden mehr Jobs wegfallen als neue entstehen.“ Dennoch ist der langjährige Betriebsrat im Hinblick auf die Entwicklung am CTA sicher: „Das Ding hat Zukunft.“ Mendrzik begründet seine Zuversicht auch mit dem, was Arbeitgeber und Mitbestimmung in der Vergangenheit bereits an Maßnahmen zur Qualifizierung und an Regelungen zur Arbeitszeit vereinbart haben. Brandt sei in dieser Hinsicht ein innovativer Arbeitsdirektor, lobt der Gewerkschafter. Brandt selbst nennt als Beispiel, wie sich die Hafenwirtschaft langfristig auf die Veränderungen einstellt, den mit den Gewerkschaften ausgehandelten Demografietarifvertrag. „Der ist ein Versprechen in die Zukunft.“

Für den Gast aus Berlin ist die Tatsache, dass sich die Tarifparteien um einen Interessenausgleich bemühen, eine ganz wesentliche Voraussetzung, dass die Veränderungsprozesse gelingen. Heil erinnert an Gerhart Hauptmanns Stück über die schlesischen Weber, die glaubten, den ihre Arbeitsplätze gefährdenden technischen Fortschritt, dadurch aufhalten zu können, indem sie die Webstühle zerstörten. „Maschinen kaputt machen ist keine Alternative“, so der Minister, der vor seinem Abstecher zum CTA bereits die Jugendberufsagentur Hamburg-Mitte und den Logistik-Bildungsträger ma-co (Maritimes Kompetenzzentrum) besuchte.

„Der Hamburger Hafen steht für eine starke Wirtschaft, die zum Wohlstand der Freien und Hansestadt Hamburg und der gesamten Bundesrepublik beiträgt“, erklärte Heil abschließend. Diese Stärke sei möglich, weil hier Menschen hart arbeiten. Es sei beeindruckend zu sehen, wie die Stadt und die Hafenwirtschaft dem stetigen Strukturwandel mit innovativen Kooperationsprojekten begegnen.

© Text: HHLA Foto: Hafennews.de / All rights reserved.

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Container mit ueberschuessigem Oekostrom transportieren

Posted on 24 Februar 2013 by Peter Sylent

Ein ehrgeiziges Projekt erprobt jetzt auf dem HHLA Container Terminal Altenwerder, wie Batterien von Schwerlastfahrzeugen genau dann aufgeladen werden können, wenn ein Überfluss von Wind- oder Solarenergie im Netz vorhanden ist.


Um immer den sowohl ökologisch wie auch operativ optimalen Ladezeitpunkt für die Batterien von Containertransportern zu ermitteln, haben sich der HHLA Container Terminal Altenwerder, eine Tochter der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), die Gottwald Port Technology GmbH (Gottwald) und Vattenfall mit den durch das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) koordinierten Universitäten Oldenburg, Göttingen und Clausthal zusammengetan. Das übergreifende Forschungsprojekt BESIC (Batterie-Elektrische Schwerlastfahrzeuge im Intelligenten Containerterminalbetrieb), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, hat ein Gesamtvolumen von rund 10,4 Millionen Euro.

 

Grundlage ist ein preisgekröntes Projekt: Der HHLA Container Terminal Altenwerder und Gottwald, mittlerweile zugehörig zu Terex Port Solutions, haben den renommierten Nachhaltigkeitspreis Hanse Globe 2011 für die Entwicklung von batteriebetriebenen Fahrzeugen erhalten, die im 24-Stunden-Betrieb des Terminals Container transportieren. Jetzt soll im Rahmen des BESIC-Projekts die für die Batteriefahrzeuge entwickelte Ladestation die Batterien genau dann aufladen, wenn besonders viel Strom aus erneuerbaren Energien im Netz zur Verfügung gestellt wird. So könnte Wind- oder Solarenergie aus Spitzenzeiten (Peak-Strom) genutzt werden, wenn sie gerade im Überschuss zur Verfügung steht.

 

Gerade küstennahe Standorte wie Hafenterminals haben gute Voraussetzungen für die Nutzung von Windenergie. Dazu kommt, dass die Batterien der selbstfahrenden Schwerlastfahrzeuge (Automated Guided Vehicles, kurz AGVs) als Puffer für Peak-Strom genutzt werden könnten. Das Förderprojekt untersucht unter anderem, ob der Ladezeitpunkt auf die betrieblichen Anforderungen des Terminals und die Spitzenlasten des Stromnetzes abgestimmt werden kann. Dafür wird ein Batterie-Management-System entwickelt, das im Datenaustausch mit den Lastprognose-Systemen von Vattenfall und dem Terminalsteuerungssystem des HHLA Container Terminal Altenwerder geeignete Ladezeiträume ermittelt.

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Die Hamburger-Hafen-Erlebnisroute

Posted on 02 Januar 2013 by Peter Sylent

Erleben Sie auf rund 45 km Radwegen die Faszination des Hafens mit all seinen Facetten.

Sie erhalten Einblicke in die Containerverladung, ueberqueren eindrucksvolle Brueckenbauwerke aus den verschiedenen Jahrhunderten, koennen im Hafenmuseum ein Stueck Hafengeschichte erleben oder Rast an einem der Aussichtspunkte einlegen.

…zum download der PDF  click hier

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Der hoch automatisierte HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) fuehrt in der Schiffsabfertigung eine kombinierte Be- und Entladung ein.

Posted on 13 Juli 2012 by Peter Sylent

Der hoch automatisierte HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) fuehrt in der Schiffsabfertigung eine kombinierte Be- und Entladung ein.

Bis Ende des Jahres wird der CTA auf das innovative Umschlagverfahren Dual Cycle umgestellt haben – als erster Terminal der Welt auch für den Transport auf der Anlage.

Kein Weg umsonst – das ist das Prinzip von Dual Cycle. Bei der traditionellen Schiffsabfertigung gibt es viele Leerfahrten, da Schiffe erst gelöscht und dann geladen werden. Vereinfacht gesprochen hebt eine Containerbrücke zunächst eine Box vom Schiff und stellt sie an Land auf ein automatisches Transportfahrzeug (AGV), das die Box ins Lager bringt. Dann bewegt sich die Containerbrücke in einer Leerfahrt zurück zum Schiff, um den nächsten Container zu entladen.

Mit Dual Cycle entfallen die unnötigen Leerfahrten. Denn die Brücke nimmt, nachdem sie die Box auf ein AGV an Land abgestellt hat, für die Bewegung zurück zum Schiff gleich einen anderen Container auf, der auf das Schiff geladen werden soll.

Somit werden bei den zwei Bewegungen der Brücke auch zwei Boxen transportiert. Beim herkömmlichen Verfahren muss sich die Brücke für die gleiche Leistung – also das Löschen und Laden von zwei Boxen – viermal bewegen. Dual Cycle sorgt also fuer eine deutlich höhere Produktivität. Auch Leerfahrten der AGVs werden vermieden, weil sie an der Brücke erst einen Container abgeben und dort einen neuen aufgeladen bekommen, den sie zum Blocklager bringen. Das spart Wege und schont die Ressourcen.

„Dies ist ein weiterer großer Schritt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Container Terminal Altenwerder“, sagte Dr. Stefan Behn, HHLA-Vorstand für das Segment Container. „Mit einer kombinierten Be- und Entladung können wir den Umschlagprozess nochmals beschleunigen und unsere Produktivität in der Schiffsabfertigung weiter erhöhen. Dank Dual Cycle schaffen wir in der gleichen Zeit deutlich mehr Umschlag und sparen Energie.“

Der CTA testet Dual Cycle bereits seit Januar erfolgreich. Bis Jahresende soll die Einführung von
kombinierten Lösch- und Ladezyklen abgeschlossen sein. Der CTA ist dann der erste Terminal weltweit, an dem Dual Cycle nicht nur an den Containerbrücken, sondern auch für den Transport zwischen Containerbrücke und Blocklager genutzt wird.

Das Projekt Dual Cycle wurde durch Mittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im Rahmen von ISETEC II gefördert, das die Untersuchung und Entwicklung innovativer Technologien für die deutschen Seehäfen unterstützt.

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