Archive | Miniatur-Wunderland

Neue Fleetbrücke in der Speicherstadt verbindet Miniatur Wunderland-Welten .

Posted on 15 Juli 2020 by Peter Sylent

Am frühen Mittwochmorgen, 15. Juli, wurde in der Hamburger Speicherstadt eine neue Fußgängerbrücke über dem Kehrwiederfleet eingehoben. Die Brücke schafft eine direkte Verbindung zwischen den bestehenden Ausstellungsflächen des Miniatur Wunderland im Speicher D und den zukünftigen Erweiterungsflächen auf der gegenüberliegenden Fleetseite im Speicher L. Auftraggeber und Bauherr ist das Immobilien-Segment der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), die für das Management und die Entwicklung der Hamburger Speicherstadt verantwortlich ist.

Visualisierungen der neuen Fußgängerbrücke zwischen Speicher D und Speicher L zur Verbindung des Miniatur Wunderland im Block D mit der Erweiterungsfläche im Block L. Einhub der Brücke am 15. Juli 2020.© HHLA
Hamburg, Hafen, Miniaturwunderland bekommt Bruecke. © SylentPressImages

Es war buchstäblich ein Kraftakt, die 36 Tonnen schwere Fußgängerbrücke an ihrem zukünftigen Platz zu positionieren. Ein Tieflader hatte die 25 Meter lange Brückenkonstruktion in der Nacht vom 12. auf den 13. Juli vom Werk nahe Kassel über die A7 in die Speicherstadt transportiert. Mit Hilfe eines 750-Tonnen-Mobilkrans startete am Mittwoch, 15. Juli, gegen 5 Uhr morgens der spektakuläre Einhub. Um die Fleetbrücke zwischen den Speicherblöcken platzieren zu können, wurde sie mithilfe des Krans über den 28 Meter hohen Speicher D gehoben. Gut drei Stunden dauerte die Aktion, für die das Gebiet weiträumig abgesperrt wurde.

Zwischen der Entscheidung für den Brückenbau und den ersten Planungen bis zum heutigen Einhub lagen rund zehn Jahre. Seit der Bauvoranfrage 2009 wurde das Denkmalschutzamt eng in die Planung mit eingebunden. Nach eingehenden Überprüfungen wurde die Ausführung und technische Umsetzung der Brücke mit ihrem filigranen und zurückgenommenen Design in Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt umgesetzt.

„Das ist schon ein großartiger Moment. Wenn man so lange ein solches Projekt begleitet, dann ist es etwas Besonderes, dieses Bauwerk endlich an dem Platz zu sehen, an den es gehört“, sagt Rainer Schluff, technischer Geschäftsführer bei HHLA Immobilien. Für ihn ist die Brücke mehr als nur eine Fleetquerung. „Wir schaffen damit die Voraussetzung für den Ausbau und die Weiterentwicklung von einem der beliebtesten Besuchermagneten in Hamburg, dem Miniatur Wunderland.“ Die Brücke werde zu einer weiteren Belebung des Viertels in Richtung Sandtorkai führen, ist Schluff überzeugt.

©HHLA

Die neue Brücke ist ein einzigartiges Bauwerk. Um für die Miniatur Wunderland-Besucher einen direkten und witterungsunabhängigen Übergang zwischen den Speicherblöcken D und L zu gewährleisten, ist die Stahlkonstruktion entlang des Laufwegs vollverglast und entspiegelt, sodass zu beiden Seiten der Blick in den Kehrwiederfleet freigegeben wird. Aufgrund der unterschiedlichen Geschosshöhen verläuft die Brücke vom Block D leicht abfallend zum Speicher L.

Bis die Brücke für den Publikumsverkehr freigegeben wird, müssen sich Fans der weltweit größten Modelleisenbahn allerdings noch etwas gedulden. Derzeit wird der historische Speicherblock L durch HHLA Immobilien aufwendig saniert. Nach der Übergabe der zusätzlichen Ausstellungsflächen mit einer Größe von ca. 3.500 Quadratmetern an das Miniatur Wunderland wollen die Modelleisenbahner mit dem Ausbau beginnen. Geplant ist eigenen Angaben zufolge die Nachbildung des südamerikanischen Kontinents im Miniaturformat. Dabei soll auch eine Eisenbahntrasse über die neue Fleetbrücke gelegt werden.

© HHLA

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Miniatur-Wunderland in der Speicherstadt eroeffnet am 20.Mai 2020 wieder.

Posted on 13 Mai 2020 by Peter Sylent

Mehr als zwei lange Monate hatte das Miniatur Wunderland aufgrund der Covid-19-Pandemie geschlossen.

Hamburg , Hafen, Speicherstadt, Miniatur Wunderland.

Nun steht aber fest: Am 20.05.2020 wird bis auf weiteres der Betrieb wieder aufgenommen – selbstverständlich unter Corona-Bedingungen. Tag und Nacht hat man an einer Lösung getüftelt, wie es gelingen kann die Ausstellungsfläche für die Gäste sicher zu machen, ohne dass das Besuchserlebnis darunter leiden muss. Herausgekommen ist ein kreatives System für die Einhaltung von Abstandsregeln – die sogenannte Wunderland Straßenverkehrs-Ordnung (WuStVO). Dafür musste ein eigens kreiertes, kilometerlanges Straßensystem auf den Boden geklebt werden. 5 Kilometer verschiedenfarbiges Klebeband, 500 Meter Großfolie und über 600 Verkehrsschilder sorgen für ein spielerisches Einhalten der wichtigen und ernsten Regeln.

Ein Besuch ist ab dem 20.05.2020 buchbar. Das Buchungssystem ist bereits wieder freigeschaltet.

Es tut uns im Herzen weh, aber leider raten wir aktuell vom Besuch mit kleinen Kindern ab. Wichtig für einen Besuch mit Kindern ist, dass sie schon in der Lage sind die aktuell so wichtigen Abstandsregeln einzuhalten. Bei der Einschätzung, ob das bei den eigenen Kindern bereits der Fall ist, legen wir unser Vertrauen in alle Eltern. So verlockend ein spaßiger Wunderlandbesuch nach so einer langen Zeit der Isolation auch sein mag – bitte wägen Sie gut ab und behalten Sie das Wohl aller Besucher im Auge. Wenn wir eine Empfehlung aussprechen dürfen: Unter 8 Jahren ist es derzeit eher schwierig.

Aktuell bieten wir keine unverbindliche Reservierung an, sondern bitten alle Gäste die Ticketbuchung zu nutzen. Vor Ort wird es nur wenige Tickets mit Wartezeit geben.

©Text:Miniatur-Wunderland / Foto: SylentPressImages

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