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Die Elbe steigt, Lauenburg kurz vor der Evakuierung.

Posted on 05 Juni 2013 by Peter Sylent

In Lauenburg ist fuer Freitag 09:00 Zwangsevakuierung der Altstadt angesagt, die ersten Proteste werden laut.

Am Freitag ab 9 Uhr beginnt die Evakuierung. „Um es klar zu sagen, dass ist keine Bitte an die Bewohner, die Räumung werden wir durchsetzen“, erklärte Stadtentwicklungsleiter Reinhard Nieberg. Bei der Evakuierung wird kontrolliert, ob auch alle Bewohner der Elbstraße ihre Haeuser verlassen haben. Damit es nicht zu Einbrüchen oder Plünderungen kommt, wird die Polizei ständig Kontrollgänge machen.

Seit Mittwoch 09:00 Uhr ist Kathastrophenalarm in Lauenburg ausgerufen. Um 12 Uhr 40 liefen die Sirenen in Lauenburg .

Die fleissigen Helfer und Feuerwehr im Dauereinsatz, sie fuellen, schleppen und stapeln Sandsaecke.

Der Besitzer vom  Zum alten Schifferhaus laesst die Fenster vernageln, muss die Kellerraeume leerraeumen und plant bei zu viel Wasser, eigenstaendig die Kellerraeume zu fluten, damit der Schaden begrenzt wird.

Man sieht es der Elbe bereits an, sie steigt bedrohlich an und es wird nur wenige Tage auf sich Warten lassen, bis Lauenburg Land unter meldet.

Der Chef des Zum alten Schifferhaus Soenke Ellerbrock (54) sagt: Wir sind nicht versichert, denn im Flutgebiet versichert uns keiner. Wir sichern unser Haus, so gut es geht selbst und hoffen im schlimmsten Fall, das uns der Kathastrophenschutz zu Hilfe kommt.

Soenke Ellerbrock (54) seit 26 Jahren Chef vom Schifferhaus:Ich fuehl mich wie ein Kapitaen, der kurz davor ist, sein sinkendes Schiff verlassen zu muessen. Wenn dann das Wasser kommt, kann ich hier erst einmal nicht wieder her, nicht auszudenken, ich weis dann nicht was mit meinem Gasthaus passiert. Die Prognose von 10 Meter 33 ist beaengstigend. Das ist das schwerste fuer mich , hier mein Schiff zu verlassen. Ich darf auch nicht mit einem Boot nach dem Rechten sehen, dasss verbietet die Feuerwehr. Wenn das Wasser nicht so steigt, dann bekommen meine Freunde eine Woche Freibier!

Ein Lueneburger erzaehlt, die haben dort doch selbst Schuld, wenn die jetzt so richtig absaufen. Nach der letzten Flut sollte eine Flutschutzmauer gebaut werden, nur die dortigen Anwohner haben dies abgelehnt, es wuerde die Beschaulichkeit von Lueneburg an der Elbe verloren gehen.

Daher muessen die Bewohner auch selbst fuer das Holen und Legen der Sandsaecke sorgen, wie die Frau mit ihrer Sackkarre oder es werden die Saecke in Muelleimern transportiert.

Der Galerist aus der Altstadt Galerie hat Plakate aufgehaengt und ist veraergert ueber den Buergermeister, der eine Zwangsevakuierung fuer Freitag 09:oo Uhr angesetzt hat.

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© Fotos: SylentPress / Peter Sylent / Alle Rechte vorbehalten.

 
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