Hamburgs Elbe total verschlickt.

Posted on 17 September 2015 by Peter Sylent

Hamburg, Hafen, nanu, ist denn schon Elbvertiefung?

Damit die grossen Schiffe im Hafen nicht auf Schlick auffahren, baggert die Hafenverwaltung HPA gerade im Eiltempo.

Hamburg, Hafen, nanu, ist denn schon Elbvertiefung?

Die Baggerschiffe sind rund um die Uhr im Einsatz, transportieren 100000 Tonnen Sediment pro Woche in die Nordsee, 25 Kilometer nordwestlich von Scharhoern.

Die Hamburg Port Authority (HPA) wird in diesem Jahr statt der ursprünglich geplanten eine Million bis zu zwei Millionen Kubikmeter Elbsedimente in die Nordsee zur sogenannten Tonne E3 bringen. Die HPA reagiert damit auf die außergewöhnlich verstärkte Sedimentation der Elbe auf Hamburger Landesgebiet durch den sehr trockenen Sommer. Das Land Schleswig-Holstein hat bereits sein Einverständnis erklärt. Nur so kann der reibungslose Schiffsverkehr im Hamburger Hafen gewährleistet werden.
Die Elbe führt in diesem Sommer historisch wenig Wasser. Aus diesem Grund spült die Elbströmung eine geringere Menge natürlicher Flusssedimente als üblich aus eigener Kraft in die Nordsee. Die Ablagerungen im Hamburger Gebiet der Norder- und Süderelbe behindern zunehmend den Schiffsverkehr. Um diese Sedimente aus dem Fluss zu bekommen, setzt die HPA Laderaumsaugbagger, sogenannte Hopperbagger, ein. Die Spezialschiffe saugen die Sedimente vom Elbgrund auf und verbringen sie in ihrem Laderaum in die Nordsee.

 

Die Möglichkeit, Baggergut aus der Hamburger Stromelbe in die Nordsee zur Tonne E3 zu bringen, besteht im Rahmen eines wasserwirtschaftlichen Einvernehmens mit dem Land Schleswig-Holstein und ist für das Jahr 2015 unter strengen Umweltauflagen verlängert worden. Für jeden in die Nordsee verbrachten Kubikmeter Baggergut zahlt die HPA zwei Euro in eine noch zu gründende Stiftung zum Schutz des Wattenmeeres in Schleswig-Holstein ein.

Um eine ökologisch nachhaltig und wirtschaftlich verträgliche Lösung für den Umgang mit Sedimenten in der Tideelbe zu finden, haben die Hamburg Port Authority (HPA) und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) das Dialogforum Tideelbe initiiert, an dem Vertreter aus der Region teilgenommen haben. Auf Basis dessen Ergebnisse will die HPA gemeinsam mit der WSV bis Ende 2015 ein mit den Nachbarländern abgestimmtes Gesamtkonzept vorlegen, mit dem dann zukünftig auch besser auf extreme Situationen wie in diesem Sommer reagiert werden kann.

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© Fotos:Peter SylentPress Agency / Peter Sylent / Alle Rechte vorbehalten.

 
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