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HafenNews Hamburg

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Kaimauersanierung in der Speicherstadt unerlässlich und dauert.

Jun 13, 2022

Sanierung der Kaimauern ist unerlässlich. Grund ist die langsam fortschreitende bakterielle Zersetzung der schrägen und vertikalen Gründungspfähle aus Kiefernholz im äußeren Bereich des Holzes (dem sog. Splintholz) und eine Vertiefung der Fleetsohle um einen Meter. Darüber hinaus sorgt der vergrößerte Tidenhub (Differenz zwischen Tidehoch- und Niedrigwasser) für zusätzliche Belastungen. Die Kaimauern begrenzen die Fleete und stellen die Verlängerung der Fassaden der Speichergebäude dar.

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Der Boden der Fleete muss aufwendig von Tauchern stabilisiert werden und dann im Anschluss die Rückverankerung und Erneuerung von Pfählen und Spundwänden vorangetrieben werden. Bei mehr als 40 Kilometer Kaimauern im Hafengebiet kostet richtig.

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Um die Kaimauern nach dem heutigen Sicherheitsstandard wieder standsicher zu machen, werden im Bereich der inneren Speicherstadt drei grundsätzliche Ertüchtigungsmaßnahmen angewendet, die den Erhalt der historischen Ansichten und ikonischen Fluchtperspektiven ermöglichen:

• Rückverankerung der Kaimauern mittels neu eingebrachter Schrägpfähle
• Anhebung der heutigen Fleetsohle um voraussichtlich bis zu ca. 1,0 m in der Fleetmitte und 1,5 m in den Randbereichen
• Baugrundverbesserungsmaßnahmen zur Stabilisierung der Kaimauern: Bei dieser Maßnahme werden derzeit im Rahmen der sog. Vorabmaßnahme vorbereitend für die Sanierung der Kaimauern in der gesamten Speicherstadt zwei innovative – in Bezug auf den Anwendungsfall deutschlandweit neuartige – Verfahren zur Baugrundverbesserung ergebnisoffen erprobt: Massenstabilisierung und ein Bodenaustausch.

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