LKWs ohne Termin duerfen nicht mehr in den Hamburger Hafen.

Posted on 25 Dezember 2017 by Peter Sylent

Die Containerschiffe, die im Hamburger Hafen abgefertigt werden, sind in den letzten Jahren immer größer geworden. Größere Schiffe führen zu mehr Lkw-Anläufen in den Tagen um die Schiffsankunft. Mithilfe des Slotbuchungsverfahrens (SBV) für Trucker sollen Engpässe im Hamburger Hafen vermieden und die Verkehrssituation entlastet werden. Es wurde am 29.11.2017 verpflichtend eingeführt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lkw-Stau auf der Köhlbrandbrücke. Das neue Terminbuchungssystem der HHLA soll dazu führen, dass der Containertransport im Hamburger Hafen flüssiger läuft. ArchivFoto.

Lkws dürfen die Containerterminals der HHLA ab 29. November nur noch anfahren, wenn sie für ihre Transporte spezielle Zeitfenster (Slots) gebucht haben. Das Slotbuchungsverfahren (SBV) ist Teil der Initiative Fuhre 4.0, mit der die HHLA digitale Lösungen für einen intelligenten Containertransport entwickelt.

Die Kapazität der Containerschiffe, die im Hamburger Hafen abgefertigt werden, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Je mehr Ladung ein Schiff transportiert, desto mehr Lkw-Anläufe sind auf dem Terminal zu koordinieren. Um das größere Verkehrsaufkommen besser im Voraus zu planen und Engpässe bei der Abfertigung zu vermeiden, wird die obligatorische Slotbuchung für Lkw-Transporte eingeführt. Ab 29. November müssen nun alle Lkw-Fahrer für ihren Containertransport ein gültiges Zeitfenster (Slot) buchen. Das automatisierte Verfahren wird von allen Hamburger Containerterminals gleichzeitig eingeführt.

HHLA-Vorstandsmitglied Jens Hansen: „Mit der Slotbuchung haben wir eine intelligente Lösung entwickelt, die den Containertransport im Hafen schneller und effizienter macht. Dieser Schritt bedeutet eine neue Qualität unserer im Juni 2011 gestarteten Initiative Fuhre, die wir nun als Fuhre 4.0 weiterentwickeln. Sie ist ein gutes Beispiel für unseren Anspruch, den digitalen Wandel im Hafen gemeinsam mit Partnern voranzutreiben.“

Basis für das neue Slotbuchungsverfahren (SBV) ist die Vormeldung von Transportdaten über die Datenschnittstelle TR02. Diese Vormeldung ist bereits verpflichtend und enthält Angaben über die geplante Transportzeit. Sind zur gewünschten Zeit genügend Kapazitäten vorhanden, kann der Slot für den Lkw-Anlauf gebucht werden. Ansonsten bietet das System automatisch das nächste freie Zeitfenster an. Auf diese Weise werden der Lkw-Transport und die Kapazität der Terminals aufeinander abgestimmt. Damit sollen Staus auf den Straßen im Hafen bzw. lange Wartezeiten auf den Terminals vermieden werden.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Ankunft eines Lkws am Terminal wird die aktuelle Zeit mit dem gebuchten Slot verglichen. Der Slot umfasst immer eine volle Stunde, zum Beispiel von 8 bis 9 Uhr. Bei pünktlicher Ankunft wird der Transport planmäßig abgefertigt. Kann das vereinbarte Zeitfenster nicht eingehalten werden, muss der Transport vor der Ankunft des Lkws umgebucht werden. Ansonsten wird die Abfertigung nicht garantiert und erfolgt nur dann, wenn es die Auslastung zulässt. Bei erheblicher Abweichung vom Zeitfenster muss der Slot in jedem Fall vor Ankunft umgebucht werden. Weil die vorhandenen Parkplätze für die Abfertigung der angemeldeten Lkws und Sondertransporte benötigt werden, ist das Warten ohne Slot bzw. die Slotbuchung auf dem Terminalgelände nicht möglich.

©Fotos:Hafennews.de / Text:SylentPress / HHLA.

 
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