Todesfalle Hafencity, Hunderte von Rotkehlchen und Singdrosseln sterben taeglich.

Posted on 17 Oktober 2012 by Peter Sylent

© SylentPress / J.Schering / Peter Sylent.

Glasflaechen der Gebaeude im neuen Stadtteil fuehren zum Tod vieler Voegel wie hier am SAP Gebaeude am Grosser Grasbrook.

Hamburg ist mit knapp 160 Vogelarten eine der brutvogelreichsten Staedte in Deutschland.

Rotkehlchen und Singdrossel ziehen durch die Hafencity, wobei die Rotkehlchen die typischen Nachtzieher sind, die Glasflaechen oftmals nicht rechtzeitig als Hindernis erkennen und dann im Flug kollidieren.

Meist spiegeln sich in solchen Faellen der Himmel oder Baeume im Glas, oder eine dahinter liegende Landschaft wird zur Vogelfalle wie hier das Unilever-Gebaeude oder der Elbphilharmonie.

Die Voegel entdeckten neuen Lebensraum am Kaiserkai, Grossen Grasbrook und in den Gruenzonen der HafenCity.

Das Risiko des sogenannten Vogelschlags beginnt bei einem kleinen Fenster, reicht vom verglasten Wintergarten bis zu glaesernen Wartehaeuschen von Bushaltestellen, und endet bei Hochhaeusern mit verglasten Fronten und transparenten Schallschutzwaenden entlang von Strassen. Mit zunehmender Verwendung von Glas in der modernen Architektur erhoeht sich die Gefahr fuer die Tiere stetig.

Schaetzungen gehen europaweit von 240.000 Vogelopfern pro Tag aus. In Hamburg ca. 5000 pro Tag, deren Leben an der Glassfassade endet wie z.B. am Grossen Grasbrook in der Hafencity.

Um den grausamen Phaenomen Vogelschlag entgegenzuwirken, koennten die Gebaeude mit dem international einzigartigen Vogelschutzglas Ornilux ausgestattet werden und wuerde durch die spezielle Beschichtung den Vogelschlag um 75 Prozent reduzieren.

Ornilux ist mit einer speziellen Beschichtung versehen, die ultraviolettes (UV)-Licht reflektiert und dadurch für Vögel sichtbar macht. Denn im Gegensatz zum Menschen sind Vögel in der Lage, UV-Licht wahrnehmen. Für Menschen ist die Beschichtung praktisch unsichtbar. Hier ein Gebaeude der Baugenossenschaft Wandsbek-Gartenstadt in Hamburg mit Ornilux-Verglasung vorbildlich fuer die Hansestadt.

Den Nachweis, dass das bislang konkurrenzlose Vogelschutzglas funktioniert, erbrachten Versuche der Vogelwarte Radolfzell, die unter dem Dach des Max Planck Instituts für Ornithologie integriert ist. Das Glas wird von Vögeln als Hindernis erkannt und kann somit helfen, den Vogelschlag an Gebäuden, Schallwänden oder Glasflächen im Hausbau zu vermeiden.

Marco Sommerfeld, NABU,  Leiter der Carl Zeiss Vogelstation und Referent für Vogelschutz spricht von der Entstehung eines neuen Oekosystems in der HafenCity und beobachtet den Zuwachs unterschiedlicher Vogelarten. Und genau hier muss der Mensch eingreifen und handeln.

Der Tierschutz ist als Staatsziel im Grundgesetz verankert und im Tierschutzgesetz grundsätzlich geregelt.

Das Tierschutzgesetz (TierSchG) in Deutschland ist als Gesetz zu dem Zweck erlassen worden, „aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen.“

§ 1 Grundsatz

Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

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