Warum wird es dem Dampfeisbrecher „ELBE“ soooo schwer gemacht.

Posted on 07 April 2013 by Peter Sylent

Der letzte, noch fahrfaehige dampfbetriebene Flusseisbrecher in Deutschland, „ELBE“ und alle sprechen Verbote aus.

Eigner Matthias Kruse steht auf dem Steuerstand und blickt in keine rosige Zukunft, wenn es um den Hamburger Hafen und seinem Schiff geht. Wenn das so weiter geht, wird er Hamburg verlassen muessen.

Neben der Instandhaltung dieses 100 Jahre alten Dampfschiffes führt der Förderverein Dampfeisbrecher ELBE e.V. im Sommer zahlreiche Fahrten im Hamburger Hafen und auf der Elbe durch, um den Hamburgern und Touristen dieses kulturhistorisch einmalige Stück Technikgeschichte zu erhalten: Während der Fahrt können Sie dem Heizer über die Schulter schauen, wie er große Steinkohlebrocken verfeuert, dem Maschinisten zusehen, wie er mit Geschick und Können eine 100 Jahre alte Dampfmaschine bedient und die Kapitänin beobachten, wie sie mit Maschinentelegraph und Sprachrohr das Schiff sicher durch ihr Revier führt.

Wird damit bald Schluss ein?

Die HafenCity-Bewohner im Traditionsschiffhafen haben sich beschwert. Das Schiff sei zu laut, und schon musste der Dampfseisbrecher seine Segel streichen und von dort verschwinden.

(Hallo HafenCity-Bewohner : “ Ihr wohnt im Hafen! und nicht in einer Senioren-Wohnanlage fuer Pfeffersaecke!“)

Der Museumshafen Oevelgoenne ist voll, kein Platz mehr, also wohin?

Derzeit bekam das Schiff Asyl in „Dritter Reihe“ hinter dem Hafenmuseum im Hansa Hafen. Nur hier das naechste Problem, denn in „Ditter Reihe“ duerfen keine Passagiere aufgenommen werden, weil kein Anleger zu Verfuegung steht.

Bislang schlugen alle Versuche von Matthias Eigner fehl. Er wollte an die Landungsbruecken, es wurde eine sogenannte Pruefungsfahrt gemacht, „Anlegen mit dem dampfbetriebenen Schiff an den Landungsbruecken“  gegen den Strom war da kein Problem. Dann kam die Schikane, nun sollte mit dem Strom angelegt werden, was generell fuer ein Schiff Unsinn ist und der ELBE wurde ein Bescheid zugestellt: Abgelehnt!!!

Man bescheinigte der ELBE „Manoevrierunfaehigkeit“ und sprach ein Verbot aus. Keines der Schiffe an den Landungsbruecken muss mit Fliessrichtung anlegen.

Naechster Versuch: „Bitte“ an das Oberhafenamt, am Faehranleger Elbphilharmonie anlegen: Abgelehnt!!!

Das Oberhafenamt erklaert es damit: “ Die Hadag Faehrverbindung Landungsbruecken-Elbphilharmonie koennte im Sommer den Fahrplan verstaerken“, kein Platz fuer „ELBE“!

„Wir sind als Fahrgastschiff abgenommen und zugelassen, was bitte soll das? „fragt sich Matthias Kruse.

Fuer die „Lange Nacht der Museen“ darf das Dampfschiff am ehemaligen Faehranleger Sandtorhoeft anlegen, nur hier das Problem, kein Publikumsverkehr !

© Fotos. SylentPress / Peter Sylent. Allre Rechte vorbehalten.

 

 
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